Leon
Wetter: Sonnig und 25 C am Mittag
Km Heute: 0 (Altstadtbummel gilt nicht)
Km Gesamt: 130
Gegen 1.30 h nachts beendete der Mann mit der Ziehharmonika vor meinem Fenster sein Unplugged-Konzert. Ca eine Stunde später kam die Band, welche ein Konzert auf dem Marktplatz gegeben hatte und im gleichen Hotel nächtigte, heim. Und dann machten langsam, ganz langsam die geschätzten 100 Bars im Barrio Humido zu. Feiern können sie, die Spanier…
Die Altstadt ist sehenswert, ich kann mir vorstellen, sie noch einmal zu besuchen. Es hat kaum Touristen, wenn, dann eben hauptsächlich Pilger. Es gibt, s.o., mindestens 100 Bars, Restaurants, Bodegas auf engstem Raum, eine origineller und uriger als die andere. Die Kathedrale ist herausragend, aber nicht ganz so imposant, wie ich es mir vorgestellt hatte. Heute Abend werde ich die Messe besuchen, vielleicht wirkt der Bau samt seinen Glasfenstern dann anders auf mich.
Mitpilger habe ich wenige kennen gelernt auf meiner bisherigen Reise, das liegt zum Teil an den Distanzen, die ich täglich zurücklege, zum Teil auch an den langen Gesichtern, die viele ziehen. Oft denke ich, sie befürchten 10 € in eine imaginäre Kasse zahlen zu müssen, so sie denn mal lächelten…
Andere hätten vielleicht lieber einen 4wöchigen Aufenthalt in der Betty Ford Klinik (Promi-Suchtklinik in den USA, Anmerkung des Verfassers) buchen sollen, wann immer man sie sieht, haben sie ein Bier- oder Weinglas am Hals; da ich selber auch gern mal ein Bierchen trinke, gehört schon einiges dazu, bis mir so etwas unangenehm auffällt.
Glücklicherweise ist das die Ausnahme, viele sind herzlich und helfen, wo sie nur können. Jaqueline und Daria aus Brasilien, Walter aus Holland oder John und Penny aus Kanada teilten mit mir bewusst einen Teil des Weges, mit Radpilgern aus dem Allgäu und Italien gab’s freundliche Gespräche.
Das Knie ist abgeschwollen nach Einnahme der Medikamente des spanischen Arztes (Habt ihr die Bilder der alten Apotheke gesehen? Einfach toll, da möchte man nur wegen der Einrichtung dort arbeiten…), kurz ritt mich heute morgen der Übermut und ich dachte an sofortige Weiterreise. Dann der Anflug von Menschenverstand, also Ruhetag heute.
Ich werde ab morgen ‘slowly and peaceful’ (so der Holländer Walter, auch überlastungsgeschädigt) gehen. Den heutigen Tag werde ich nutzen, um meine Etappen besser zu planen und evtl. Hostales zu reservieren. Morgen Abend will ich in Astorga sein, dafür werde ich die ersten Kilometer mit dem Bus aus der Stadt Leon herausfahren, es soll eh nur durch den unattraktiven Speckgürtel gehen. Das Wetter hält bis Dienstag, dann soll es einen Regentag geben.
Schön, das andere meine Wanderung verfolgen, Grüße unter anderem nach Berlin, Köln, Zürich, Darmstadt und Arlesheim.
P.S. Just in diesem Augenblick (13 h) fängt der Ziehharmonikamann wieder an zu spielen…oder ist es sein Zwilling…
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